Geschichte

Die Geschichte der Abteilung Diegelsberg

Offiziel wurde die Feuerwehr Diegelsberg 1886 zusammen mit der Feuerwehr Uhingen gegründet, da Diegelsberg, obwohl bis 1928 als eigenständige Gemeinde, seit mehreren Jahrhunderten unterr die Verwaltung der "Stabsschultheißerei" Uhingen fällt. Bis zum Gründungsbeschluß des Uhinger Gemeiderats am 24.Juli 1886 war zwar ein geordnetes Feuerlöschwesen vorhanden, jedoch nicht in der heute üblichen Form (Eigenständige, an die Gemeinde gebundene Organisation mit einem Kommandanten an der Spitze). Die gegründete Wehr war als "Pflichtfeuerwehr" organisiert, d.h. jeder männliche Einwohner zwischen 18 und 45 war verpflichtet in der Feuerwehr Miktglied zu sein. Insgesamt waren dies im Gründungsjahr 234 Männer, davon in Diegelsberg 32. Vorher war jeder männliche Einwohner verpflichtet mit eigenem Gerät am "Brandplatz" zu erscheinen. Die Alarmierung erfolgte mit den Glocken des Schulhauses (heute auf dem Feuerwehrmagazin) und mit Horn- und Trommelsignalen.

Zu diesem Zeitpunkt ist in Diegelsberg 1 Krinkenspritze ohne Windkessel und 2 Feuerhacken vorhanden. Neubeschafft werden 1 Abprotzspritze mit 80mm Zylinderweite (noch heute vorhanden) und 20m Druckschläuchen, 1 Anstelleiter und 12 blecherne Feuereimer. Die Löschwasserversorgung ist in Dieglsberg auf mehere Brunnen und einen Feuersee beschränkt deshalb werden alle jüngeren Männer, alle Frauen und Männer zwischen 30 und 60 zur Herbeischaffung von Wasser verpflichtet, erst die Anbindung an eine Wasserversorgung 1928 schafft hier Abhilfe

Ebenso wird bei der Grüdung folgendes festgelegt: "Hinsichtlich der Parzelle Diegelsberg wird bestimmt, daß die pfilchtige Mannschaft einem mit Messinghelm, Gurt und Beil auszurüstendem Zugführer zu unterstellen, mit Armbändern zu versehen und wie folgt einzuteilen ist: Spritzenmannschaft und Ablösung: 12 Mann, Wasserträger und Schöpfer: 12 Mann, Flüchtlings- und Wachhmannschaft: 7 Mann."

Zum ersten Führer der "Feuerwehrmannschaft" Diegelsberg wird Michael Eckstein bestimmt.

1888 wird Schultheiß Ott zum Kommandaten der Gesamtwehr gestimmt.

1904 wird ??? Heidle zum Kommandanten der Gesamtwehr bestimmt.

1907 verpflichtet sich die Freiwillige Feuerwehr Ebersbach in ihrer Satzung nach Diegelsberg im Brandfall Löschhilfe zu leisten.

1909 wird aus der Pflichtfeuerwehr Uhingen die Freiwillige Feuerwehr Uhingen. Alle Nicht-Feuerwehrmitglieder haben eine Feuerwehrabgabe zu entrichten. Die Pfilchtfeuerwehr Diegelsberg bleibt mangels Interesse bestehen.

1910 wird Eduard Rau zum Kommandanten der Gesamtwehr gewählt.

1920 wird Philipp Rümmelein zum Kommandanten der Gesamtwehr gewählt.

1921 wird Friedrich Dreher zum Kommandanten gewählt. 1924 wird Wilhelm Steinbuch zum Kommandanten der Gesamtwehr gewählt.

1926 wird eine einheitliche Dienstkleidung angeschafft.

1929 wird der Weiler Nassachmühle von der Gemeinde Baiereck nach Uhingen eingemeindet. In Nassachmühle wird seit 1880 eine Pflichtfeuerwehr unterhalten.

1930 wird die Teilgemeinde Diegelsberg vollständig nach Uhingen eingemeindet.

1934 wird die Pflichtfeuerwehr Nassachmühle dem Kommando der Pflichtfeuerwehr Diegelsberg unterstellt.

1934 wird Wilhelm Deuschle zum Kommandanten der Gesamtwehr gewählt.

1936 wird die Pflichtfeuerwehr Diegelsberg zur Freiwilligen Feuerwehr umgewandelt und verliert ihre Eigenständigkeit. Durch die Eingemeindung von Diegelsberg 1930 und Nassachmühle 1929 wird sie 1936 komplett der Uhinger Wehr angeschlossen. Die Freiwillige Feuerwehr Uhingen besteht nun aus einem Motorlöschzug (Uhingen) und einem Halblöschzug (Diegelsberg/Nassachmühle), dessen Kommandant zum Zugführer wird.

Die "Freiwillige Feuerwehr Uhingen Löschzug Diegelsberg-Nassachmühle" besteht nun aus der Löschgruppe Nassachmühle mit einem Hydrantenwagen und der Löschgruppe Diegelsberg mit einem Hydrantenwagen und einer Mechanischen Leiter (Magirus-Leiter, erhalten von der Uhinger Wehr)

1942 wird Wilhelm Kästle zum Kommandanten der Gesamtwehr gewählt.

1946 wird Paul Österle zum Zugführer gewählt.

1946 wird Heinrich Beuttenmüller zum Kommandanten der Gesamtwehr gewählt.

1952 wird Ernst Schnell zum Zugführer gewählt.

1955 findet der Kreisfeuerwehrtag in Uhingen statt. Die Feuerwehr Diegelsberg beteiligt sich mit einem Festwagen.

1956 und 58: Hochwasser im Filstal, die Fils tritt großflächig über die Ufer

1960 wird Helmut Ortwein zum Zugführer gewählt.

1964 übernimmt die Feuerwehr Diegelsberg den Tragkraftspritzenanhänger der Feuerwehr Uhingen, die Magirus-Leiter wird an die Feuerwehr Schlichten verkauft. Der TSA muß an Traktoren der Landwirte angehängt werden.

1969 wird Walter Speidel zum Zugführer gewählt.

1971 wird das Schloß Filseck in Uhingen bei einem mehrtägigen Brand fast vollständig zerstört.

1975 wird Fritz Frey zum Kommandanten der Gesamtwehr gewählt.

1977 wird Hans Steinbuch zum Kommandanten der Gesamtwehr gewählt.

1978: Hochwasser im Filstal, die Fils tritt großflächig über die Ufer

1981 wird die Jugendfeuerwehr Uhingen gegründet. Mitglied können alle Jugendliche zwischen 14 und 18 Jahren aus allen Teilorten werden.

1981 wird Horst Brücker zum Zugführer gewählt.

1984 wird die Situation, daß nur eine Tragkraftspritzenanhänger von 1954 in Diegelsberg vorhanden und das Magazin nur ein "Holzschuppen" sei, von der Führung als "nicht mehr tragbar" bezeichnet. Ein Fahrbarer Untersatz müsse so schnell wie möglich beschafft und ein dafür geeignetes Magazin gebaut werden.

1986 wird Gerhard Roth zum Kommandanten der Gesamtwehr gewählt.

1986 feiert die Freiwillige Feuerwehr Uhingen ihr 100-jähriges Bestehen, welches mit einem Festwochenende gebührend gefeiert wird.

1986 sind die Planungen für einen Neubau des Feuerwehrmagazins in Diegelsberg bereits in vollem Gange, der Baubeginn soll 1987 erfolgen.

1989 wird durch den Neubau eines Feuerwehrmagazins die Platznot beseitigt. Seither wurden die Unterrichte im Sporthaus des TVD durchgeführt, Geräte und Kleidung konnten im alten "Geräteschuppen" nicht gelagert werden und das UG war ein Altpapierlager. Durch die Anschaffung eines Tragkraftspritzenfahrzeugs wurde die Feuerwehr Diegelsberg unabhängig von privaten Zugfahrzeugen und kann so schnell zu Einsatzort ausrücken, hat zudem mehr Ausrüstung am Einsatzort zur Verfügung und Atemschutzgeräte können eingesetzt werden. Insgesamt wurden über 700 ehrenamtliche Stunden beim Bau geleistet.

Das alte und neue Magazin

1989 findet der Kreisfeuerwehrtag in Holzhausen statt.

1989 wird Rolf-Thomas Greiner zum Zugführer gewählt.

1993 wird die Sirenenalarmierung in Uhingen endgültig abgeschafft, die letzten Kameraden erhalten Funkmeldeempfänger.

1994: Hochwasser im Filstal, die Fils tritt großflächig über die Ufer.

1994 wird das Schloß Filseck in Uhingen wieder eingeweiht.

1994 Bilderausstellung: "Diegelsberg einst und heute" mit Florianshock und über 1000 Besuchern.

1995 werden aus den Löschzügen der Teilorte "Abteilungen". Aus dem LZ Diegelsberg wird die "Abteilung 5 - Diegelsberg". Rolf-Thomas Greiner wird als Zugführer zum Abteilungskommandanden gewählt.

1997 feiert die Feuerwehr Diegelsberg ihr 111-jähriges Bestehen.

1997 wird die Gemeinde Uhingen zur "Stadt" erhoben. Nun heißt es "Stadtteil Diegelsberg" und "Stadtteil Nassachmühle". Gerhard Roth wird als erster Kommandant der Gesamtwehr zum Stadtbrandmeister befördert.

1999 wütet das Orkan-Tief "Lothar" am 2. Weihnachtsfeiertag.

2001 wird Erwin Frasch zum Stadtbrandmeister der Gesamtwehr gewählt.

2005 wird Gerhard Roth zum Ehrenkommandant der Frewilligen Feuerwehr Uhingen ernannt.